SUCCESS

Im Jahr 2016 wurden laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (2017) 745.545 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt, davon waren 722.370 Erstanträge. Der große Teil der Asylsuchenden ist zwischen 18 und 25 Jahren alt; demnach geht es um eine Altersgruppe, die sich in der Regel noch mitten in ihrer Ausbildung befindet.

Hinter den Zahlen stehen Einzelschicksale von jungen Erwachsenen, denen es gilt, möglichst schnell eine weitere Perspektive zu geben. Bisher gibt es jedoch kaum empirisch fundierte Erkenntnisse darüber, welche Maßnahmen Geflüchteten dabei helfen, ein Studium aufzunehmen und dieses erfolgreich zu absolvieren.

SUCCESS steht für „Studienerfolg und Studienchancen für Geflüchtete“ und wird mit einer dreijährigen Laufzeit (2017-2019) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Neben der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, welcher die Projektleitung des Verbundprojektes obliegt, wird SUCCESS durchgeführt von dem Start-Up Kiron Open Higher Education, der RWTH Aachen University sowie der Hochschule München.

Ziele von SUCCESS

SUCCESS untersucht die Wirksamkeit von Kompetenzassessments mit adressatengerechten Feedbacksystemen sowie weitere studienbegleitende Supportmaßnahmen zur Verbesserung von Studienchancen, Lehr-Lern-Verläufen und des Studienerfolgs von Geflüchteten im Kontext von Kiron Open Higher Education. Kiron ist ein gemeinnütziges Startup-Unternehmen, welches mit Hilfe digitaler Bildungsangebote in einem umfangreichen Netzwerk von Partnerhochschulen Geflüchteten Studienchancen eröffnet und ihnen dabei unbürokratisch und schnell Zugang zu tertiärer Bildung verschafft.

Die Standorte übernehmen verschiedene Teilvorhaben, so obliegt dem Verbundpartner Mainz die Koordination und Evaluation des Verbundprojekts sowie das Aufgabengebiet der Kompetenzdiagnostik. Die RWTH Aachen University fokussiert den Einsatz von Online Self-Assessments als Beratungsinstrument und Informationsquelle für die Geflüchteten, während der Standort München weitere studienbegleitende Maßnahmen untersucht und der Frage nachgeht, inwieweit diese positive Effekte auf den Studienerfolg erzielen.